Kurzvita


Nach meiner Geburt 1975 in Köln zog es meine Eltern in die Eifel,  so dass ich seit meinem zweiten Lebensjahr in Kommern aufwuchs. In Bad Münstereifel  machte ich mein Abitur, dann studierte ich in Bonn Germanistik und Philosophie.

Philosophie hat mich seit meiner Schulzeit fasziniert, weil man in diesem Fach lernt, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen und Fragen an die Welt zu stellen – was mir auch beim Schreiben zugute kommt.

Zum Schreiben kam ich zunächst über den Journalismus. Während meiner Schul- und Studienzeit arbeitete ich für verschiedene Lokalzeitungen. Nach dem Studium wurde ich aber nicht Journalist, sondern Lehrer und merkte in diesem - eigentlich sehr schönen - Beruf irgendwann, dass mir das Schreiben fehlte. Deswegen begann ich mit dem Schreiben fiktionaler Texte und erprobte das kreative Schreiben zunächst an Kurzgeschichten.

2010 folgte ich einer Ausschreibung des Dortmunder Schreiblust-Verlages, der eine Kurzgeschichten-Anthologie zum Thema "Glück" herausgeben wollte, und ich hatte das "Glück", dass meine Geschichte "Klassenzimmer" in der Geschichtensammlung aufgenommen wurde. Die Geschichte handelt von einem Lehrer, der sein größtes Glück darin findet, in einem leeren Klassenraum zu unterrichten.

Eine weitere Veröffentlichung folgte 2014, als ich mit meiner Kurzgeschichte "Erbsünde" unter den Nominierten für den Agatha-Christie-Krimipreis 2014" landete. Das Motto lautete "Heute hier, morgen Mord", und die eingereichten Geschichten sollten in irgendeiner Form einen Szenenwechsel im Leben eines Menschen beinhalten. Diesen Szenenwechsel erlebt in "Erbsünde" die Protagonistin, indem sie das Leben ihrer Rivalin weiterführt, die plötzlich verstorben ist. 

Wie viele Hobbyautoren wollte ich auch immer mal einen Roman schreiben und hatte lange Zeit schon eine ganze Kladde voll mit Ideen, aber mir fehlten immer die Zeit, das Sitzfleisch und der Anreiz, mich mal dranzusetzen und dranzubleiben. Der "Jacques-Berndorf-Preis - Förderpreis für Eifelkrimis" bot mir schließlich diesen Anreiz: Als ich Ende 2012 von diesem neuen Preis erfuhr, setzte ich mir das Ziel, eine Krimi-Idee soweit auszuarbeiten, dass ich für die nächste Ausschreibung Anfang 2014 ein Exposé und eine Leseprobe einreichen konnte. Bis dahin war es ein langer Prozess. Die erste Idee vom Tatort, der Gerichtssäule im Kommerner Freilichtmuseum, hatte ich im Frühjahr 2013, aber bis ich wusste, wer der Täter und wer die Opfer waren und wie sich die Geschichte in eine komplexe Handlung einbetten lässt, verging ein gutes halbes Jahr. Im Januar 2014 bewarb ich mich schließlich um den Förderpreis - und hatte das große Glück, den Jacques-Berndorf-Preis zu erhalten und meinen ersten Roman "Schandpfahl" im KBV-Verlag veröffentlichen zu können.  Seitdem bin ich auch Mitglied im SYNDIKAT, der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur.

Warum ich ausgerechnet einen Eifelkrimi schreiben wollte? Die Eifel habe ich längst hinter mir gelassen - nach zwölf Jahren in Bonn hat es mich aus privaten Gründen vor fünf Jahren nach Wuppertal verschlagen. Aber wie für viele andere Krimiautoren bietet auch für mich die Eifel eine ideale Kulisse für ein Verbrechen: In einer Großstadt gehört es beinahe zum Alltag, dass ein Verbrechen passiert. Aber wenn in der idyllischen Eifel ein Mord geschieht, bringt das eine ganze kleine heile Welt in große Unordnung...

 


 

Ein Aufschrei geht durch die Eifel: Am historischen Pranger im Freilichtmuseum Kommern wird nachts ein Mann hingerichtet. Das Opfer ist der Bauunternehmer Andreas Berger – und niemand kann sich vorstellen, wer den beliebten, tief gläubigen Mann töten wollte. Schon kurze Zeit später wird ein weiteres Opfer an dem symbolträchtigen Schandpfahl aufgefunden. Gequält, erniedrigt, grausam getötet.

Ein Doppelmord nach einem bestialischen Ritus? 

"Schandpfahl" erscheint am 15.09.2014!